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Im Internet erledigen Auftragsarbeiter heute alles: Kleider einsortieren, Produkte beschreiben oder Softwares programmieren. Droht Deutschland ein Heer digitaler Tagelöhner?
Johannes Christoph ist wählerisch. Der 27-Jährige nimmt längst nicht jeden Auftrag an, der ihm auf der Online-Plattform „Clickworker“ angeboten wird. Kleidung für Internet-Versandhändler in Kategorien einzusortieren zum Beispiel, das liegt ihm nicht. Denn um zu entscheiden, ob ein Kleid eher ein Freizeitkleid oder ein Jerseykleid ist, es sich um eine Bluse oder eine Tunika handelt, muss er erst eine Weile recherchieren. Weil es für jedes einsortierte Kleidungsstück nur Centbeträge gibt, lohnt sich das nicht – zu groß ist der Zeitaufwand. Besser läuft es mit den Ebay-Aufträgen. Hier gilt es, zu entscheiden, ob die Verkäufer ihre Produkte der richtigen Kategorie zugeordnet haben, Ersatzteile für Autos also nicht bei Motorrädern einsortiert sind. Dafür gibt es jeweils 14 Cent, zwei bis drei Teile schafft Christoph in der Minute. Das bringe 6 bis 7 Euro in der Stunde, sagt er.
Verantwortliche Redakteurin für „Beruf und Chance“.
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