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Geld verdienen: Die verrücktesten Jobs im Internet – CIO DE

Posted on 19. Juli 2025

Ar beitgeber Internet Seinen Lebensunterhalt verdienen, ohne auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen: das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Aber so ganz abwegig ist das gar nicht. Im Netz tummeln sich massenweise größere und kleinere Jobangebote, die Sie ganz bequem vom Schreibtisch, Sofa oder sogar vom Bett aus erledigen können. Allerdings ist das World Wide Web auch nicht gerade ein gewöhnlicher Arbeitsplatz. Viele skurrile und ungewöhnliche Arbeiten warten auf willige Surfer. Wir stellen Ihnen im Folgenden insgesamt sechs seltsame Wege vor, um im Internet Geld zu verdienen. Einige sind einfach nur unkonventionell, andere hingegen regelrecht bizarr – aber alle sind echt.
CrowdFlower
Ja, Sie haben richtig gelesen: Wer im Internet Ausschau nach Schmutzfilmchen und Pornobildchen hält, kann damit tatsächlich Geld verdienen. Aber es verhält sich damit ein bisschen anders, als Sie vielleicht denken. Aufklärung: die Firma CrowdFlower, gegründet 2007, arbeitet zusammen mit Online-Betrieben und unterstützt diese bei diversen Aufgaben – unter anderem bei der Suche nach pornografischen Inhalten. “Webseiten, die ihren Nutzern den Upload bestimmter Inhalte wie Fotos erlauben, wenden sich an uns, damit wir sicherstellen, dass keine rechtsverletzenden oder pornografischen Inhalte dargestellt werden”, erklärt Lukas Biewald, CEO und Gründer von CrowdFlower. Wie funktioniert das? Die Firmen wenden sich an CrowdFlower und legen dar, welche Art von Arbeit erledigt werden soll. CrowdFlower kontaktiert daraufhin seine Arbeiterteams – zusammengestellt von Online-Personalagenturen wie Amazon’s Mechanical Turk und LiveWork – um die passenden Leute für die gestellte Aufgabe zu finden.
Paula Herrel ist eine davon. “Ich habe schon einige sehr witzige Bilder gesehen,” sagt Harrell. “Bei einigen muss man schon sehr nah heranzoomen um zu sehen, ob sie nun entwas ungewolltes zeigen, oder nicht.”Ein anderer CrowdFlower-Mitarbeiter, Andrew Engle, ist bei seinen Aussagen weniger verblümt: “Es ist total verrückt! Manchmal stehen bei den Bildern irgendwelche Typen mit heruntergelassenen Hosen im Hintergrund – zum Brüllen! Am liebsten würde ich solche Aufnahmen ganz schnell wieder vergessen”, lacht Engle. CrowdFlower zahlt für seine Aufträge zwischen 1 und 40 US-Dollar, je nachdem, wie schwierig die Aufgabe ist oder wie schnell sie erledigt werden muss. Natürlich beschränken sich die Aufträge nicht nur aufs Suchen von pornografischen Inhalten. Die Agentur verwaltet auch Aufträge wie Adressenprüfung, Datensortierung und die Analyse von sozialen Medien.
The Hair Trader
Es klingt zwar seltsam, aber mittlerweile verdienen einige Menschen tatsächlich gutes Geld damit, ihre eigenen Haarsträhnen zu verkaufen. Webseiten wie TheHairTrader.com haben sich auf den Online-Verkauf von Haaren spezialisiert. Jeder kann kostenlos ein Angebot schalten, auf das Interessenten und Haar-Käufer dann reagieren und ein Gebot abgeben. Die meisten dieser Käufer benutzen das erworbene Haar zur Fertigung von Perücken, Extensions/Haarverlängerungen oder Puppen. Ein durchschnittliches Bündel Strähnen bringt dem Verkäufer rund 500 US-Dollar ein, während die wirklich üppigen Mähnen erst für mehrere Tausend Dollar über die Theke gehen. Der momentane Verkaufsrekord der Webseite: satte 3.600 Dollar für knapp 70 Zentimeter “dickes, unglaublich langes, formstabiles” Haar.

Doch es waren nicht nur die Länge und die Gesundheit des Haares, die es so wertvoll machten: Nach Angaben des ehemaligen Haarträgers wurde die Prachtmähne nie getönt, gefärbt oder mechanisch getrocknet, also mit Föhn, Trockenhaube oder heißem Eisen. Unter den Experten der Branche werden solche Raritäten als “jungfräuliche Haare” gehandelt und fürstlich entlohnt. Auch Jamie Benzies gehört zu diesen seltenen “Haarjungfrauen”, die hoffen, mit ihren Haaren etwas dazu zu verdienen. Seine knapp 40 Zentimeter langen Locken werden auf TheHairTrader als “wunderschönes und kräftig lohfarbenes Braun” angepriesen. Während Benzies zugibt, er habe auf seine Anzeige bisher hauptsächlich Spam-Anfragen bekommen, hat er bereits einige ernsthafte Interessenten neugierig gemacht – und hofft, bald mit kürzerer Mähne aber gefüllterem Geldbeutel glücklich zu werden. “Das Tolle ist: Ich mache hier bares Geld mit etwas, was ich ansonsten achtlos entsorgt hätte”, sagt Benzies.
eJury
Sie wollten schon immer mal Schöffe oder Geschworener vor Gericht sein? Wenn das für Sie im echten Leben nicht greifbar genug erscheint, versuchen Sie es doch wenigstens mal virtuell. Wie das? Eine stetig wachsende Zahl an Webseiten bietet mittlerweile Geld dafür an, dass Sie Rechts- und Staatsanwälten bei der Simulation einer Gerichtsverhandlung assistieren – und sie können dafür sogar im Schlafanzug vor Gericht erscheinen. “Anwälte haben sich bislang immer auf ihr psychologisches Gespür verlassen, wenn es um die Auswahl der Geschworenen ging”, erklärt Chris Bagby, Gründer der Webseite eJury.com. “Aber je mehr demographisches Hintergrundwissen und Verständnis wir ihnen vermitteln, desto einfacher haben sie es dann im Ernstfall.”
eJury und andere, vergleichbare Webseiten erstellen regionale Gruppen von Freiwilligen, die einen Fall vorgelegt bekommen und ihn beurteilen sollen – diese Fallbeschreibungen reichen von ein paar wenigen Textseiten bis hin zu mehreren Dutzend. Anschließend müssen die virtuellen Geschworenen ihre Meinung zum Fall abgeben. Dadurch bekommen Anwälte einen guten Einblick, inwieweit unterschiedliche Mitglieder einer echten Jury urteilen könnten, wenn der Fall tatsächlich vor Gericht geht. “Es hilft den Anwälten, sich auf die Gerichtsverhandlung vorzubereiten und der Jury ein besseres Gesamtbild zu präsentieren”, sagt Bagby – übrigens selbst Anwalt und seit 18 Jahren in der Branche tätig. eJury bezahlt seine virtuellen Geschworenen je nachdem, wie viel Einarbeitung ein Fall erfordert. Der Standard-Lohn beträgt zwischen 5 und 10 Dollar pro Fall.
My Private Coach
Sie können etwas richtig gut und kennen sich in einem Themengebiet besonders gut aus? Dann helfen Sie doch anderen, die genau Ihre Expertise gebrauchen könnten. Online Life Coach schimpft sich die Jobbezeichnung, die entgegen ihres lauwarmen Namens tatsächlich richtig viel Geld einbringen kann – und sogar einige sehr bequeme Annehmlichkeiten mit sich bringt.
“Es gibt keine festen Arbeitszeiten oder Mindest-Arbeitsstunden”, erklärt Sara Hecht, technische Leiterin bei MyPrivateCoach.com. “Sie betreuen Ihre Kunden nach Ihrem ganz eigenen Zeitplan und Ihren persönlichen Vorlieben. Außerdem haben Sie freie Hand, Ihre eigenen Strukturen in das Programm zu integrieren.” Das Programm kann dabei alles mögliche sein, von Gewichtsreduzierung bis hin zu Geschäftsentwicklung. Auch für etwas heiklere Themengebiete wie Sexualität, Liebe und Beziehung werden immer wieder Coaches gesucht. Eine Stelle als Online Life Coach zu besetzen, ist allerdings nicht immer ganz einfach. Die meisten seriösen Seiten verlangen Nachweise von bestimmten Leistungen und Erfahrungen in einem Expertise-Bereich. Einige Webseiten wie MyPrivateCoach.com bieten auch Hilfestellungen und Trainigs-Programme für angehende Coaches.
Tutor.com
Als ein Bewohner des Bundeslandes Schleswig-Holstein einem Schweizer Gymnasiasten bei den Algebra-Hausaufgaben zu helfen, scheint auf den ersten Blick nahezu unmöglich. Über das World Wide Web könnten Sie aber sogar einem amerikanischen High-School-Schüler bei den Deutsch-Hausaufgaben helfen – und damit auch noch Geld verdienen. Webseiten wie Tutor.com erschaffen virtuelle Klassenzimmer, für die Sie sich als virtueller Lehrer registrieren können. Dazu müssen Sie kein professioneller Pauker sein: Jeder, der Ahnung in einem bestimmten Fach hat, hat eine Chance.
Joshua Riddell hat damit begonnen, online Schüler zu unterrichten, als er Doktorand war. Auch jetzt, als vollbeschäftigter Software-Techniker, arbeitet er in seiner Freizeit als Lehrer weiter. “Man muss sich nicht rausputzen oder schick machen – genau genommen müsste man sich nicht mal überhaupt irgendwas anziehen, um diesen Job zu machen. Man setzt sich einfach nur an den PC, egal ob um drei Uhr nachmittags oder drei Uhr nachts, und schon gibt es Arbeit. Es lohnt sich”, sagt Riddell. “Es ist gutes und leicht verdientes Geld.” Riddell unterrichtet Schüler in mehreren Fächern, Sie können sich aber auch spezialisieren. Die meisten Online-Nachhilfe-Seiten bieten Unterstützung in allen gängigen Schulfächern, darunter Englisch, Mathematik, Physik und Sozialwissenschaften.
ChaCha
Gehören auch Sie zu den obsessiven SMS-Schreibern? Dann lassen Sie sich doch dafür bezahlen. Manche kennen vielleicht Handy-Dienste wie ChaCha, an die man eine beliebige Frage schreibt und dann eine passende Antwort zurückbekommt. Magie? Absolut nicht. Denn am anderen Ende der Leitung sitzen einfach Leute, die mit eben solchen Fragen bombardiert werden und dazu passende Antworten tippen. Diese sogenannten ChaCha-Guides loggen sich zu beliebigen und frei wählbaren Zeiten mit ihrem Benutzerkonto ein und beantworten für eine ebenfalls beliebig lange Zeitspanne eingehende Fragen. Zwischen 10 und 20 Cents pro getippter Antwort werden so verdient. Das ist zwar nicht viel, wer aber schnell simst, kann damit schnell, einfach und vor allem bequem seine Haushaltskasse aufbessern.
“Ich tippe Antworten, wenn ich gerade Lust dazu habe”, sagt Donna Tinus, Mutter von drei Kindern, die in ihrer Freizeit als ChaCha-Guide arbeitet. “Mal arbeite ich nur für eine halbe Stunde, während ich fernsehe. Manchmal beschäftige ich mich aber auch mehrere Stunden am Stück damit.” Insgesamt kommt Tinus auf rund 20 bis 30 Arbeitsstunden pro Woche – damit verdient sie genug, um sämtliche Lebensmitteleinkäufe für ihre 5-köpfige Familie zu bezahlen. “Man kann davon zwar nicht leben, aber für jemanden wie mich, eine Mutter oder einen College-Studenten, der sich etwas dazu verdienen will, ist es perfekt”, sagt Tinus. Aber was für Fragen trudeln da eigentlich so auf dem Handy ein? Tinus warnt vor: viele, viele Fragen drehen sich um Sex. Aber manchmal kommt dann eben doch etwas Überraschendes. Zum Beispiel: Wie viele Hamster braucht man, um den Mond zu erreichen? Oder: Trägt Luke Skywalker Feinripp oder Boxershorts? Wie kriege ich meine Katze aus dem Warmluftschlauch meines Trockners? Und wie viele Golfbälle passen in ein Auto?
Dieser Artikel stammt von JR Raphael von der PC World. Übersetzung: PC-Welt
JR Raphael is obsessed with productivity and finding clever ways to make the most of modern technology. He’s written about almost everything imaginable at some point — including even construction, crime, and climate in his past life as a TV news producer — but these days, he’s known primarily for his unmatched analysis of Google’s Android and ChromeOS platforms (both of which he’s covered closely since their starts) along with his knack for digging up off-the-beaten-path tech tips and treasures.

JR writes Computerworld’s Android Intelligence column — the internet’s longest-standing Android column and one he’s conducted since its inception way back in 2010 — along with a variety of practical pieces about business productivity. That aside, he’s the founder and editorial director of The Intelligence, where he waxes poetic with his calorie-packed Android Intelligence newsletter (a saucy sibling to the same-named CW column) as well as his cross-platform Cool Tools recommendation station. He is also a contributing editor at Fast Company and has written or been cited in everywhere from The Verge and Mental Floss to The New York Times, ABC World News, and USA Today.

(Random trivia: JR was actually quoted in Walter Isaacson’s best-selling biography of Steve Jobs — for, erm, somewhat salacious and very appropriately Android-related reasons.)

Despite his refusal to comb his hair, JR’s work has been honored with a gaggle of awards over the years — including two Emmys, three Murrows, and a smattering of top distinctions from the Associated Press. He has also received a handful of coveted Azbee Awards for standout business reporting, most recently in recognition of his in-depth exposé of Google’s business-aimed Android phone recommendations.

In his spare time, JR enjoys breathing, chewing, and staring aimlessly into space.

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