Schnell und einfach Geld im Internet verdienen – das klingt verlockend. Wenn dann auch noch bekannte Promis wie Kickl oder Kurz angeblich davon schwärmen, wirkt das glaubwürdig. Doch genau das macht die Masche so gefährlich.
Promis: Ihre Berühmtheit verleiht ihren Worten Gewicht und sorgt dafür, dass sich Menschen für ihr Leben interessieren. Kriminelle nutzen diese Faszination immer wieder für Betrugsmaschen aus. Ein aktueller Beitrag von „Watchlist Internet“ macht auf eine gefährliche Art von Investmentbetrug aufmerksam. Warum sie gefährlich ist? Weil die verwendeten Deepfake-Videos durch die fortgeschrittene KI kaum noch von der Realität unterscheidbar sind.
Die Betrüger gehen dabei so vor: Sie erfinden die skurrilsten Geschichten und lassen ein oder zwei Berühmtheiten die Hauptrolle spielen. Damit versuchen sie, den Opfern auf Fake‑Investment‑Plattformen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Damit das wirklich funktioniert, nutzen sie nur bekannte Namen, reichweitenstarke Medien, die Lust am Skandal und das Verlangen nach viel Geld. Das wird dann in Form von Deepfake‑Videos oder gefälschten Interviews präsentiert — und so legen sie ihren Köder.
Ein bekanntes Beispiel ist Bundespräsident Van der Bellen, der angeblich für ein Investment-Tool wirbt. Und wenn das Staatsoberhaupt das bewirbt – und das auch noch in einer beliebten Nachrichtensendung – muss das doch funktionieren, oder? Doch das kann schnell täuschen: Diese Deepfake‑Videos erwecken nur den Anschein, als würde Alexander Van der Bellen bei Armin Wolf in der ZIB1 für das Tool schwärmen.
Um dem Ganzen mehr Druck zu verleihen, werden in anderen Videos von Fake-Promis, wie etwa Ex-Skirennläufer und Millionenshow-Moderator Armin Assinger, Zeitlimits gesetzt. Die Registrierung für die Plattform sei nur drei Tage gratis. Wer kostenlos profitieren will, muss also sofort handeln.
Durch den rasanten technischen Fortschritt werden Deepfake-Videos immer besser – trotzdem lassen sie sich oft noch erkennen. Achte auf seltsame Lippenbewegungen, abgehackte oder monotone Sprache. Spricht die vermeintliche Person im echten Leben im Dialekt und dieser ist im Video nicht zu hören, ist Vorsicht geboten.Die Betrüger gehen dabei so vor: Sie erfinden die skurrilsten Geschichten und lassen ein oder zwei Berühmtheiten die Hauptrolle spielen. Damit versuchen sie, den Opfern auf Fake‑Investment‑Plattformen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Damit das wirklich funktioniert, nutzen sie nur bekannte Namen, reichweitenstarke Medien, die Lust am Skandal und das Verlangen nach viel Geld. Das wird dann in Form von Deepfake‑Videos oder gefälschten Interviews präsentiert — und so legen sie ihren Köder.
Weniger technisch, aber trotzdem gefährlich sind angebliche Interviews in großen Tageszeitungen. Dabei lassen Betrüger Ex-Kanzler Sebastian Kurz und FPÖ-Chef Herbert Kickl in einem Fake-Duell aufeinander los. Das Ganze ist getarnt als Artikel in der Kronen Zeitung. Kickl wirft in dem Artikel Kurz vor, ein lukratives Investment-Tool zu nutzen und es gleichzeitig vor der österreichischen Öffentlichkeit zu verbergen. Die Betrüger spielen dabei mit altbekannten Klischees: Kurz als Vertreter der „Elite“, der etwas zu verbergen hat, Kickl als vermeintlicher „Rächer der Unterdrückten“. Ziel ist es, Emotionen zu wecken und potenzielle Opfer zu unüberlegten Handlungen zu bewegen. Der Deepfake-Kickl erklärt dabei genau, wie die Registrierung auf der angeblichen Super-Plattform funktioniert und welche Gewinne angeblich möglich sind. ZIB-Moderator Armin Wolf, der das Interview angeblich führt, wirkt dabei sehr beeindruckt.
Egal ob in Videos oder bei fiktiven Streitgesprächen: Immer wieder tauchen Namen dubioser Investmentplattformen auf. Wer sich für ein Angebot interessiert, muss sich dort zunächst registrieren. Ist das erledigt, geht die Masche los: Die Kriminellen rufen ihre Opfer an und drängen sie zu einer Einzahlung — oft wirkt das harmlos, weil nur Beträge im niedrigen dreistelligen Euro‑Bereich verlangt werden. In den nächsten Tagen gaukeln sie hohe Gewinne vor. Gute Nachrichten: Der Algorithmus funktioniert scheinbar! Mit diesen guten Zahlen treiben sie die Opfer zu weiteren Einzahlungen.
Doch was passiert, wenn man das Geld auszahlen lassen will? Dann folgt das böse Erwachen: Plötzlich finden die Betrüger immer neue Gründe, warum eine Auszahlung nicht möglich sei. Für eine Auszahlung müsse erst eine Gebühr oder Steuer bezahlt werden – so versuchen die Täter, noch mehr Geld aus den Opfern zu pressen. Weigert sich jemand oder stellt unangenehme Fragen, wird das Konto gesperrt oder eingefroren.
Diese Art von Betrugsmasche kursiert immer wieder durchs Netz. Die wirksamste Waffe dagegen ist Wissen. Wenn man sich der Gefahren bewusst ist und vorsichtig handelt, kann man sich und sein Geld davor schützen. Welche Tipps dabei helfen, kannst du in der Infobox unten nachlesen.
Keine Promi-Werbung in Nachrichten oder Interviews
Kein Politiker oder Star würde in Nachrichtensendungen oder Zeitungsartikeln für Investmentplattformen werben. Werbung muss immer klar gekennzeichnet sein.
Plausibilität prüfen
Unrealistische Versprechen wie 250 Euro Startkapital, das innerhalb kürzester Zeit in Tausende Euro wächst, sind ein klares Warnsignal.
URL der Website kontrollieren
Die Web-Adresse muss zur echten Zeitung oder Plattform passen. Dubiose Domains wie lassopitasdececi.com sind verdächtig.
Telefonnummer
Seriöse Investmentplattformen fragen bei der Registrierung nie nach Telefonnummern.
Tipp: Immer skeptisch bleiben und auf offizielle Quellen achten, um Opfer von Promi-Phishing zu werden
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